Heute mit der Frage:
Mit welchen Initiativen werden Sie Schul- und Kindergartenwege nachhaltig sicherer machen?
OLA
mit Kandidat Boris-André Meyer
Die OLA hat 2011 die Einführung von Tempo 30 vor allen Schulen und Kitas beantragt. Nach zahlreichen Verkehrsschauen und Diskussionen nahm der Stadtrat den OLA-Vorschlag schließlich an. Seit 2022 gilt Tempo 30 an allen Einrichtungen. Wir wollen künftig darauf hinwirken, dass mehr Kinder eigenständig ihren Schulweg gehen können. Dies kann zum einen durch bauliche Maßnahmen (Querungshilfen, Markierungen, Zebrastreifen) erreicht werden. Zum anderen möchten wir gesellschaftlich darauf hinwirken, dass weniger Elterntaxis fahren. Diese sind mitunter durch Parken auf Fuß- und Radwegen gefährlich für eigenständig ankommende Schülerinnen und Schüler. Bei der Informationsarbeit für mehr Selbstständigkeit kann der Verein „Eltern für Ansbach“ ein wichtiger Partner sein. Für zur Schule Radelnde möchte die OLA den Schulweg zudem durch die Beseitigung von Schlaglöchern auf Ansbachs Straßen sicherer machen. Hier haben wir aktuell beispielsweise in der Dollmannstraße Verbesserungen schaffen können.
CSU
mit Oberbürgermeister Thomas Deffner
Im gesamten Stadtgebiet finden bereits umfassende Maßnahmen zur Verkehrssicherheit statt – viele davon in enger Zusammenarbeit mit Polizei, Verkehrs- und Verkehrssicherheitswacht – zuletzt die Aktion Schulwegsicherheit mit der Polizei und „Auf die Bremse fertig los“ mit unserem Partner der kommunalen Verkehrsüberwachung. Erwachsene unterstützen durch Schulweg- und Buslotsendienste, und die Kinder werden regelmäßig im richtigen Verhalten im Straßenverkehr geschult. Tempo 30 vor Schulen und Seniorenheimen ist flächendeckend umgesetzt.
Für spürbare Verbesserungen braucht es jedoch weiterhin die Aufmerksamkeit aller Verkehrsteilnehmer. Ich halte deshalb auch stärkere Kontrollen für sinnvoll. Darüber hinaus strebt die CSU – und ich unterstütze dies ausdrücklich – ein Bürgerbegehren zur Sperrung des Rad- und E-Scooter-Verkehrs in der Fußgängerzone (mit Ausnahme des Johann-Sebastian-Bach- und Martin-Luther-Platzes) an, um die Sicherheit signifikant zu erhöhen.
SPD
mit Kandidat Michael Jakob
Sichere Wege für Kinder sind eine klassische kommunale Aufgabe, die wir sehr ernst nehmen.
Wir setzen auf:
- Regelmäßige Überprüfung von Schul- und Kindergartenwegen gemeinsam mit Schulen, Eltern und Verwaltung.
- Mehr Tempo-30-Bereiche im Umfeld von Schulen und Kitas, dort wo sie noch nicht bestehen.
- Bessere Querungsmöglichkeiten, gut sichtbare Markierungen und sichere Gehwege.
- Gute Beleuchtung und klare Wegeführung, besonders in den dunkleren Monaten.
Unser Anspruch ist eine Verkehrspolitik, die sich konsequent an den Bedürfnissen von (Schul-) Kindern orientiert.
DIE LINKE
ohne eigene*n Kandidat*in
setzt auf:
- Ausbau von Tempo-30-Zonen in Wohngebieten sowie an Schulen und Kitas
- Zebrastreifen, Querungshilfen und Fußgängerampeln
- Bessere Beleuchtung und Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum
Diese Maßnahmen sind Teil des Leitbilds einer „kinderfreundlichen Kommune“, das verbindlich in die Stadtentwicklung integriert werden soll. Das bedeutet auch weiterführend, Kinder- und Jugendliche an städtebaulichen Entscheidungen zu beteiligen und dadurch mehr die Perspektiven von Kindern, Jugendlichen, Familien und Älteren sowie Menschen mit Behinderung einzubringen.
ÖDP
ohne eigene*n Kandidat*in
Wir sind für die Einführung von Schulstraßen, Reduzierung der Elterntaxis mit Angeboten für gemeinsame Schulwegbewältigung z.B. Fahrradbus.
Kostenloser ÖPNV für Kinder und Jugendliche.
Die überarbeitete Straßenverkehrsordnung gibt Kommunen mehr Freiheiten, nicht nur vor Kindergärten und Schulen. Wir fordern die Erstellung eines Verkehrskonzeptes. Die Stadt soll z.B. die Möglichkeit umsetzen, Lückenschlüsse zwischen Tempo-30-Abschnitten (30-50-30) durch eine übersichtliche Regelung – durchgehende 30 km/h – zu ersetzen.
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
mit Kandidat Oliver Rühl
Wir setzen uns seit langem für eine Aufwertung des Fuß- und Radverkehrs ein, um die Wege der kleinen und großen Menschen sicherer zu machen, aber auch um Spiel- und Lebensräume zurückzugewinnen. Wir haben immer wieder Anträge für Spielstraßen und für Tempo 30 in Wohngebieten, vor Kindergärten, Schulen, Spielplätzen und Altenheimen und für Lückenschlüsse bei Fuß- und Radwegen gestellt. Leider wurden die meisten Anträge bis jetzt nicht umgesetzt. Gleichzeitig unterstützen wir die Verkehrsüberwachungen vor Schulen und Kindergärten.
Aktionen, die auf Kinder, aber auch auf Radfahrende allgemein im Verkehr aufmerksam machen, unterstützen wir. Wir beteiligen uns bei Initiativen von Carina.

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