Wahlprogramm Check (4/6)

Heute mit der Frage:

Wie stellen Sie eine umfassende und niedrigschwellige gesundheitliche und psychologische Versorgung für Kinder und Jugendliche in unserer Stadt sicher?

Wir haben auf den Missstand in diesem Bereich hingewiesen. Er wurde auf unsere Initiative zunächst in der Jugendhilfeplanung besprochen. Daraufhin entstand eine Arbeitsgruppe aus der Stadt und dem Landkreis, die sich diesem Thema annimmt. Die Stadt bietet Hausärzt*innen Unterstützung, wenn sie sich in der Stadt niederlassen. Auf unsere Nachfrage hin hat die Stadt zugesagt, dies auch Kinderärzt*innen und Kinder- und Jugendpsychiater*innen zu bieten.

Gleichzeitig unterstützen wir niederschwellige Beratungsstellen wie zum Beispiel Rauhreif Ansbach, die Erziehungsberatungsstelle, KISS, den Familienstützpunkt, Familienpatenschaften, die Koki, etc.


Um den Kinderärzte- und Psychologenmangel zu beheben, hat die OLA ein Förderprogramm beantragt, das Niederlassung bzw Kapazitätserweiterung mit Mietkostenzuschüssen attraktiv macht. Der Antrag wird in den Haushaltsberatungen des Stadtrats am 20.11.2025 behandelt.


Die medizinische Versorgung sowie Beratungsangebote und Schulsozialarbeit sind grundsätzlich gesichert. Gleichzeitig beobachten wir – wie viele andere Städte – einen starken Anstieg psychischer Belastungen bei Kindern und Jugendlichen. Das stellt Schulen, Lehrkräfte und Jugendhilfe vor immense Herausforderungen.

Auch wenn die Stadt nicht originär für die fachärztliche Versorgung zuständig ist, bemühen wir uns aktiv um Verbesserungen. Seit einiger Zeit arbeiten Vertreter der Stadtverwaltung, der Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie der freien Jugendhilfe in einem gemeinsamen Arbeitskreis an Lösungsansätzen.


Die gesundheitliche und psychologische Versorgung ist überwiegend landes- und bundesrechtlich geregelt, dennoch kann die Kommune unterstützend wirken.

Wir setzen uns ein für:

  • Stärkung der Schulsozialarbeit als niedrigschwellige Anlaufstelle.
  • Gute Vernetzung von Schulen, Jugendhilfe, Beratungsstellen und freien Trägern.
  • Präventionsangebote zu psychischer Gesundheit, Sucht und Gewalt, hier haben wir z.B. durch die Vereine „Rauhreif e.V.“ und „Wir gegen Jugendkriminalität e.V.“ zwei gute Präventionspartner vor Ort
  • Politischen Einsatz für eine bessere Versorgungslage, insbesondere im Bereich Kinder- und Jugendpsychotherapie.

Als SPD Ansbach profitieren wir von kurzen Wegen in die Landes- und Bundespolitik. Durch die enge Anbindung an die BayernSPD – unter anderem über unsere Stadträtin und Generalsekretärin der BayernSPD Kathrin Pollack – können kommunale Bedarfe direkt eingebracht werden.


Vorgesehen ist der Aufbau gemeinwohlorientierter Gesundheits- und Sorgezentren in den Quartieren, die medizinische, psychosoziale und soziale Beratung bündeln und niedrigschwellig zugänglich sind. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf:

  • Bereitstellung städtischer Immobilien zu günstigen Mieten für entsprechende Angeboteugendlichen, Familien und Älteren sowie Menschen mit Behinderung einzubringen.
  • mehr Kassensitzen in der Kinder- und Jugendpsychotherapie
  • gezielter Unterstützung für armutsbetroffene Kinder sowie junge Menschen mit Flucht- oder Migrationserfahrung

In unseren Einrichtungen z.B. Kiss Ansbach, KoKi, soll das Beratungsangebot stets durch ausreichend Personal möglich sein. Alle Hilfsangebote die im Stadtgebiet Ansbach für Kinder und deren Eltern vorhanden sind, müssen vernetzt werden. Die vorhandenen Förderrichtlinien müssen konsequent umgesetzt werden können. In den Bezirkseinrichtungen, dazu zählt auch die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Kinder- und Jugendalters am Bezirksklinikum Ansbach, sind wir mit unserer Bezirksrätin Barbara Grille gut vertreten. Ein flächendeckendes Netz an kinder- und jugendpsychiatrischen Einrichtungen ist dringend zu fördern. Dieses besteht aus einer Vernetzung der Fachambulanzen der kinder- und jugendpsychiatrischen Bezirkskrankenhäuser mit niedergelassenen Kinder- und Jugendpsychiatern und Psychotherapeuten, um Krankenhausaufenthalte möglichst zu verhindern oder zu verkürzen. Nur durch eine konsequente Zusammenarbeit zwischen Kinder- und Jugendpsychiatrie, Schulen, Jugendämtern und Eltern wird optimale ambulante Hilfe möglich. Aufklärung und Prävention im Bereich von Alkohol und Drogen ist an allen Schulen einzuführen. Psychisch kranke Menschen müssen den somatisch Kranken gleichgestellt werden.


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