Heute mit der Frage:
Wie positionieren Sie sich zur Etablierung einer regelmäßig stattfindenden Kinder- und Jugendkonferenz, um junge Menschen direkt an politischen Entscheidungsprozessen zu beteiligen?
ÖDP
ohne eigene*n Kandidat*in
Demokratie lebt vom Mitmachen, deshalb unterstützen wir die Etablierung einer regelmäßig stattfindenden Kinder- und Jugendkonferenz. Um der Politikverdrossenheit zu begegnen ein ganz wichtiger Faktor. Wir sind für eine Ausweitung des Angebots an politischer Bildung und Partizipation, Rathausführungen, Kinder- und Jugendforum. Wir werden durch einen Antrag im Stadtrat einen Antrag auf stärkeren Einbezug des Jugendrats stellen.
Die ÖDP nahe Maria Opitz-Döllinger Stiftung mit Sitz in München enthält folgenden Stiftungszweck: „Zweck der Stiftung ist die politische Bildungsarbeit auf freiheitlich demokratischer Grundlage. Darüber hinaus fördert die Stiftung den Naturschutz und die Landschaftspflege im Sinne des Bundesnaturschutzgesetzes und der Naturschutzgesetze der Länder sowie den Umweltschutz einschließlich des Klimaschutzes.“
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
mit Kandidat Oliver Rühl
Demokratie muss gepflegt werden. Menschen lernen sie durch tatsächliches demokratisches Tun. Kinder und Jugendliche müssen erfahren, dass ihre demokratische Arbeit wirksam ist. Das heißt, ein Jugendrat, eine Kinder- oder Jugendkonferenz darf keine Alibifunktion erfüllen, sondern muss ernst genommen werden. Die Prozesse, die sie ankurbeln will, müssen möglichst schnell erledigt werden. Zusätzlich wollen wir Sprechstunden für Kinder und Jugendliche etablieren beim Oberbürgermeister und bei Stadträtinnen und Stadträten.
OLA
mit Kandidat Boris-André Meyer
Die OLA setzt sich für ein Ansbacher Kinder- und Jugendparlament mit gewissen Budgetrechten ein. So können wir junge Menschen für die Demokratie begeistern. Warum sollen nicht die Nutzerinnen und Nutzer von Spielplätzen selbst über deren Ausgestaltung mitentscheiden können?
CSU
mit Oberbürgermeister Thomas Deffner
Ich halte es für wichtig, dass junge Menschen die Möglichkeit haben, ihre Stadt mitzugestalten. Der Ansbacher Jugendrat erfüllt hier bereits eine wertvolle Rolle. Darüber hinaus haben wir erst am 12. November eine große Veranstaltung zum Thema „Partizipation“ durchgeführt, an der auch Vertreter Ihres Vereins teilgenommen haben. Die Ergebnisse werden derzeit ausgewertet und anschließend allen Teilnehmenden zur Verfügung gestellt.
Neben einer möglichen Kinder- und Jugendkonferenz prüfen wir weitere Wege, die Beteiligung junger Menschen zu stärken. Ich freue mich zudem immer darüber, wenn mich Schulklassen aus den Ansbacher Schulen besuchen und ich Ihnen einen kleinen Eindruck von der Bedeutung der kommunalen Aufgabenerfüllung und der Wichtigkeit der Arbeit der Verwaltung und des Stadtrats vermitteln kann. Hierzu gehört auch der regelmäßige Austausch mit den Ansbacher Schülersprecherinnen und -sprecher[n].
SPD
mit Kandidat Michael Jakob
Wir stehen einer regelmäßig stattfindenden Kinder- und Jugendkonferenz klar positiv gegenüber.
Dabei ist uns wichtig:
- Die Konferenz muss echte Beteiligung ermöglichen, keine symbolische Veranstaltung sein. Zumindest ein Vorschlagsrecht sollte daraus erwachsen. Ergebnisse sollten dem Stadtrat oder entsprechenden Ausschüsse zur verbindlichen Befassung vorgelegt werden.
- Bestehende Strukturen wie der Jugendrat sollen stärker eingebunden werden, z.B. ein Rede- und Antragsrecht im Jugendhilfeausschuss und ggf. in anderen Ausschüssen, die die Belange von Jugendlichen betreffen.
Richtig umgesetzt, kann eine solche Konferenz die Beteiligung junger Menschen in Ansbach sinnvoll ergänzen.
DIE LINKE
ohne eigene*n Kandidat*in
befürwortet ausdrücklich eine institutionalisierte Beteiligung junger Menschen:
- Einrichtung eines Kinder- und Jugendparlaments mit Anhörungsrechten im Stadtrat
- Ergänzend zu Jugendrat: ein Zukunftsrat (10–30 Jahre), der politische Entscheidungen prüft
- Eigenes Jugendbudget zur finanziellen Absicherung der Beteiligung

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